Kurze Wege zum Erfolg: regionale Kunststoffunternehmen kooperieren

Sanieren oder neu kaufen? Vor dieser Frage stand der Familienbetrieb Gebrüder Nelles Werkzeugbau GmbH aus Sankt Augustin. Gegenstand der Frage waren die in die Jahre gekommenen Kompressoren zur Abdeckung des Luftbedarfs zur Herstellung von Spritz- und Druckgussformen.

Volker Nelles, Gebrüder Nelles Werkzeugbau GmbH, mit Marina Neubacher, NeuDi GmbH, vor der neuen Anlage

Unterstützung fand das Unternehmen in seinem Verein, der Interessengemeinschaft Kunststoff e.V. – kurz IGK. Im Verein sind 33 Unternehmen der Kunststoffbranche aus der Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg.

So auch die NeuDi GmbH, ein Spezialist für industrielle Druckluft aus Siegburg. Das Portfolio des Druckluftspezialisten geht von der Beratung über die Planung bis zur Lieferung und Montage und Wartung von Druckluftanlagen und Rohrleitungsnetzen. Über die Vereinsaktivitäten kam Volker Nelles, Betriebsinhaber der Gebrüder Nelles Werkzeugbau GmbH, mit Marina Neubacher, Geschäftsführerin der NeuDi GmbH ins Gespräch.

Schnell war klar: eine neue Anlage musste her. Mithilfe der Kompetenz von NeuDi wurde eine neue Anlage installiert, die durch das Förderprogramm vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu 30 % gefördert wurde. Statt zwei alten Anlagen deckt nun eine Anlage den kompletten Luftbedarf. Zusätzlich wird Energie eingespart und die Geräuschkulisse zum Wohle der Mitarbeiter deutlich gesenkt. Neben der neuen Anlage wurden zur weiteren Optimierung gleich die Druckluftrohrleitungen erneuert und erweitert. Das Kooperationsprojekt zwischen zwei IGK-Mitgliedern führte so zur geförderten Effizienzmaßnahme im Betrieb.

In der Interessengemeinschaft Kunststoff e.V. – kurz IGK - arbeiten 33 Unternehmen der Kunststoffbranche aus der Region „Köln-Bonn-Rhein-Sieg“ eng zusammen. Mit rund 1.000 Mitarbeitern werden Jahresumsätze von zusammen über € 200 Millionen erwirtschaftet. Die beteiligten Betriebe produzieren, bearbeiten und verarbeiten Kunststoffe, forschen und entwickeln mit und an diesem Werkstoff und den damit verbundenen Technologien. Sie stellen Rohr- und Behältersysteme, Apparate und Anlagen her, die direkt oder indirekt in der Bauindustrie, dem Fahrzeugbau, der Elektroindustrie, der Landwirtschaft, der Medizintechnik und dem Umweltschutz zum Einsatz kommen. Gut die Hälfte der Betriebe kommt aus Troisdorf, vor diesem Hintergrund unterstützt die TROWISTA, Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH, die Vereinsaktivitäten und steht interessierten Unternehmen zur Seite.