Neubau der IGK-Lehrwerkstatt erweitert das Angebot für überbetriebliche Ausbildung in der Kunststoffindustrie

Interessengemeinschaft Kunststoff (IGK) e.V. eröffnet neue Lehrwerkstatt mit Schulungsräumen für bis zu 150 Auszubildende der Kunststoffbranche

Landrat Sebastian Schuster, IHK-Präsident Stefan Hagen, Troisdorfer Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski gratulierten Heinz Palkoska und Harald Braschoß zur IGK-Lehrwerkstatt

Ausbilder Rolf Simonis mit Auszubildenden der neuen IGK-Lehrwerkstatt

Im Beisein von Landrat Sebastian Schuster, IHK-Präsident Stefan Hagen, Troisdorfer Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und geladenen Gästen aus den Bereichen Politik, Industrie und Bildung eröffnete die Interessengemeinschaft Kunststoff e.V. (IGK) am 16. Mai die Lehrwerkstatt der neu gegründeten Bildungs-Akademie Bonn/Rhein-Sieg in der Josef-Kitz-Straße 9 in Troisdorf. Unter dem Leitsatz „Für gewachsene Ziele – für die nächste Generation“ werden auf den insgesamt 700 m² die Kunststoffberufe Verfahrensmechaniker Kunststoffe, Zerspanungsmechaniker, Werkzeugmacher, Produktdesigner Anlagenbau, Mechatroniker und Industriemechaniker ausgebildet.

„Troisdorf ist einer der traditionsreichsten Kunststoffstandorte weltweit. Die Verbundausbildung der IGK-Akademie ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräfte-Nachwuchses für  diese wichtige Branche. Denn gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Basis der Kunststofftechnologie made in Troisdorf!“ betonte Bürgermeister Jablonski bei der Begrüßung der Gäste.
Seit 2009 wird die Ausbildung von Jugendlichen in Form einer mehrteiligen Verbundausbildung umgesetzt. „Mit der neuen Lehrwerkstatt setzen wir auf Verbesserung und Erweiterung unseres Ausbildungskonzeptes und wollen uns damit den steigenden, fachlichen, methodischen als auch den sozialen Anforderungen stellen“, unterstrich Harald Braschoß, Vorstandsvorsitzender der IGK, die Intention des Neubaus. „Mit den zukünftig 150 Ausbildungsplätzen gehört unsere Lehrwerkstatt zu den größeren Ausbildungsbetrieben für technische Berufe in Bonn/Rhein-Sieg“ betonte Braschoß weiter.
Wer könnte besser die Ausbildungsinhalte der IGK-Lehrwerkstatt präsentieren als die Auszubildenden selbst – so wurden an 3 Stationen zu den Themen Pneumatik, Schweißen und Anlagenbau das Motto der Lehrwerkstatt „Lernen mit Anfassen“ von den Auszubildenden vorgestellt. Bei der Station „Schweißen“ wurden die Besucher angehalten mitzumachen und durften unter Anleitung der Azubis und den Ausbildern Wilfried Stein, Rolf Simonis und Viktor Ramig Stiftehalter zusammenschweißen.

Ein Blick durch die Lehrwerkstatt genügt und es wird klar, dass der Lehrbetrieb aktiv von den Mitgliedsunternehmen mitgestaltet wird und so Maschinen, Material und Werkzeuge zur Vermittlung der Grundfertigkeiten in der Metall- und Kunststoffverarbeitung vorhanden sind. „Um das Theoretische erfahrbar und begreifbar zu machen, erfreuen wir uns an den Spenden der Mitgliedsunternehmen und bedanken uns bei dieser Gelegenheit für das Engagement und den Beitrag der einzelnen Unternehmen zur Lehre“ resümierte Heinz Palkoska, Vorstandsmitglied und zuständig für die Verbundausbildung der IGK.

Zukünftig geplant ist eine Übungsfirma, die über die Prozessplanung und technische Kommunikation bis zur Realisierung realer Produkte für die Mitgliedsunternehmen produzieren soll. Dabei können die Azubis die vierzehn gestifteten, untereinander voll vernetzen Computer nicht nur für die 2D bzw. 3D Zeichnungen nutzen, sondern sich auch dem Thema Industrie 4.0 nähern.

Wer ist die IGK, was steckt dahinter?

IGK steht für  Interessengemeinschaft Kunststoff e.V. und wurde in 2002 auf Initiative von Harald Braschoß, Vorstandsvorsitzender der IGK und Chef der Niederkasseler Steuerberatungsgesellschaft BWLC,  gegründet.
Die IGK hat ihren Schwerpunkt in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis und ist eine aktive Kooperation von derzeit 40 mehrheitlich kleinen bzw. mittelständischen Unternehmen aus der Kunststoff-Branche. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen insgesamt - die ganz Großen (wie Röchling) nicht mitgezählt - rund 2.500 Mitarbeiter und erzielen zusammen knapp € 350 Millionen Euro Jahresumsatz.

Die beteiligten Betriebe produzieren, bearbeiten und verarbeiten Kunststoffe, forschen und entwickeln mit und an diesem Werkstoff und den damit verbundenen Technologien. Sie stellen Rohr- und Behältersysteme, Formteile, Apparate und Anlagen her, die in der Bau- und Elektroindustrie, dem Fahrzeugbau, der Landwirtschaft, der Medizintechnik und dem Umweltschutz zum Einsatz kommen. Ziel des Vereins ist die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsunternehmen durch Vernetzung von Unternehmen, Mitarbeitern und Aktivitäten zu steigern.